Jugend WM Laser Radial in La Rochelle/ Frankreich
Am 19. Juli ging es los zu
meinem diesjährigen Saisonhöhepunkt, der JWM
in La Rochelle. Ich bin zwar erst im Mai dieses Jahres vom 470er
in den Laser umgestiegen, konnte aber glücklicherweise nach einem
intensiven Telefon- und E-Mail-Kontakt mit der Laser-Klassenvereinigung dank
der tatkräftigen Hilfe und den Verbindungen unseres Trainers Olaf Koppin
noch kurzfristig nachgemeldet werden.
Also starteten wir, der Berliner
Kader, am Dienstagmorgen zusammen mit Olaf Richtung Atlantikküste.
Mittwochnachmittag kamen wir
dann nach einer Übernachtung im nicht unbedingt empfehlenswerten Formel 1-
Hotel in Mannheim wohlbehalten In La Rochelle an. Dort gingen wir erstmal
einkaufen und bezogen dann unsere Appartements.

Svenja in Frankreich
Ab Donnerstag trainierten wir täglich
ca. 4-5 Stunden bei meist kräftigem Wind und überwiegend Sonne. Dabei
konzentrierten wir uns vor allem auf das Angleichen und auf die
Geschwindigkeit auf Vorwind und Halbwind. Auch die Vermessung überstanden
wir nach längerem Anstehen so gut wie problemlos, sodass wir den letzten
freien Tag vor der Regatta, den Montag, noch mal ganz zur freien Verfügung
hatten.
Am 26. Juli wurde es ernst: Fast
100 Mädchen kämpften dieses Jahr um die Titel der Welt- und
Europameisterin. Daher wurden wir in 2 Startgruppen, die rote und die blaue
Gruppe, eingeteilt.
Bei den Jungs waren noch
deutlich mehr Starter, fast 300, gemeldet. Sie
starteten daher in insgesamt 4 Gruppen. Dabei wurden die Startgruppen
aber jeden Tag, abhängig von den Ergebnissen des Vortages, neu eingeteilt.
In den nächsten 6 Tagen
segelten wir zunächst 11 Wettfahrten bei überwiegend Mittelwind. Die
letzten 3 Rennen der Serie wurden dann in Form von Gold- und Silberfleet
gesegelt.

Mit einer 15er Nummer kann man auch vorne segeln...
Es gewann souverän Erika
Reineke aus den USA, gefolgt von der Israelin Jacob Oren und Sandy Fauthoux
aus Frankreich.
Ich belegte insgesamt den 12.
Platz in der Gesamtwertung und war dort beste Deutsche knapp vor Constanze
Stolz. In der europäischen Wertung, bei der alle Ergebnisse der Nicht-Europäerinnen
heraus gerechnet werden, war ich dann kurioserweise einen Platz hinter
Constanze auf dem 9. Platz.
Dies bedeutet für mich
gleichzeitig, dass ich das Kriterium für den D/C Bundeskader erfüllt habe
und damit kann ich als sozusagen “Neueinsteigerin“ natürlich
sehr zufrieden sein!
Meine Teamkollegin Katja
Kowalski belegte insgesamt den 15. Platz und wurde so knapp hinter der U-17
Vize-Weltmeisterin Constanze Stolz 3. Deutsche.
Von den Berliner Jungs schaffte
es leider keiner in das Goldfleet, obwohl Tobi Graf in der allerersten
Wettfahrt mit einem Wettfahrtsieg einen sehr starken Einstand hatte. Max
Stein aus Baden- Württemberg wurde hier als bester Deutscher 23.
Viele Grüße
Eure Svenja
GER 157204