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4. Störtebeker Opti-Cup 23./24.07.06 |
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Am Freitag den 21.7.06 sind wir nach Cuxhaven abgefahren, wo am Samstagmorgen in aller Frühe die Trailer mit den Optis und Trainermotorbooten in ein Kümo verladen wurden. Kümo ist die Abkürzung für Küstenmotorschiff. Es wurden sogar drei große Motorboote von der DLRG aufgeladen.
Danach fuhren wir in einen anderen Teil des Hafens, wo die Fähre nach Helgoland ablegt. Leider hatte die „Wappen von Hamburg“ eine halbe Stunde Verspätung.
Nach einer zweistündigen Überfahrt ankerte die Fähre zwischen der Hauptinsel und der Düne und wir wurden von den berühmten Bördebooten abgeholt und an Land gebracht. ![]() Ich fand die Insel schön. Es gibt dort ein Unterland und ein Oberland. Fast zeitgleich mit uns kam das Kümo an und wir konnten sofort mit dem Entladen beginnen. Gegen 15.30 Uhr sind wir zur Eröffnung gegangen. Abends gab es immer tolle Partys in der Halle des Helgoländer Segelvereins. Da waren wir auch am ersten Abend.
Am Sonntag war dann um 8.00 Uhr Steuermannsbesprechung und um 10.00 Uhr der erste Start. Es war guter Wind und ganz schön Welle. Wir segelten zwischen den beiden Inseln und hatten zwei Wettfahrten.
Zusatz
aus 2010: Dann machte der Wettfahrtleiter eine Pause. Am Tag davor hatten wir schon etwas über die Strömung gelernt, aber dazu später mehr.
Als die großen Schiffe mit den Tagesgästen weg waren, starteten wir zur dritten Wettfahrt. Die war besonders lustig. Der Wind hatte mittlerweile ganz schön abgenommen. Die erste Kreuz machten wir mit der Strömung. Bei der zweiten Kreuz war dann fast Strömungsstillstand, weil es den Wechsel von Ebbe zu Flut gab. Wenn die Flut kommt, strömt das Wasser zwischen den Inseln zum Festland hin. Und als die Strömung zunahm, schafften es die letzten A-Segler und die B-Segler nicht mehr um die Tonne 1. Es gab eine richtige Opti-Versammlung und nur alle paar Minuten schaffte es mal einer um die Tonne. Die Strömung war stärker, als der Wind unsere Boote fahren lies. Ich bin noch recht früh um die Tonne gefahren, aber die Zielkreuz war noch länger, als der Weg zur Tonne 1.
Lasse Gülzow führte klar an und ich war etwa achter. Lasse und auch Maximilian Prokopetz fuhren dann auf die rechte Seite und ich mit Hans Eike Jacobs auf die linke Seite. Da hatten wir etwas Abdeckung vor dem Strom durch die Insel und ich holte dort auf und war dann Erster. Dachte ich. Als ich mit meiner Peilung direkt ins Ziel fahren konnte, hatte ich nicht an die Strömung gedacht und wurde soweit nach hinten getrieben, dass ich das Ziel verpasst habe. Hans-Eike Jacobs war auch einmal ganz nah am Ziel, schaffte es aber auch nicht. Wir kämpften alle wie die Verrückten, schafften es aber nicht voranzukommen. Und so ist dann keiner ins Ziel gekommen und die Wettfahrtleitung hat dann abgebrochen. Sonst würden wir wahrscheinlich heute noch segeln! Ach nein, irgendwann hätte dann die Ebbe eingesetzt. Es wäre dann aber dunkel gewesen und wir wollten an Land doch unsere Hot Dogs haben.
Am Montag war erst um 12.00 Uhr Start, weil so wenig Wind war, dass der Wettfahrtleiter Startverschiebung ziehen musste. Deshalb segelten wir unsere zwei Wettfahrten am Nachmittag weit draußen auf hoher See. Die Bilderserie zeigt das Regattagebiet:
Insgesamt nahmen 43 A-Segler und 56 B-Segler teil. Davon waren 28 aus Berlin, 8 B`s und 20 A`s. In B Gewann Annkathrin Haefke. Beste Berliner waren Paul Nägele (VSaW) auf dem 5. Platz und Hans Täubert (SVR) auf dem 10. Platz. Paul, Hans und auch Janek Jakob (VSaW) haben jeweils eine Wettfahrt gewonnen. Janek wurde insgesamt aber leider nur 30., weil seine anderen Wettfahrten nicht so gut waren. Der Sieger in A war Malte Winkler. Beste Berliner waren Lasse Gülzow (3. – SCG), Fred Lorenz (4. – WLS) und Maximilian Prokopetz (8. – SCG). Fred segelt ja eigentlich gar nicht mehr. Dafür ist er ganz schön gut!
Ich selber wurde 10. Ich hatte mir eigentlich mehr vorgenommen, aber Helgoland war trotzdem ein tolles Erlebnis. Am Dienstag haben wir dann die Trailer verladen und sind noch auf die Düne zum Baden gefahren. Dort sind am Strand Robben. Die haben sich schon so an die Menschen gewöhnt, dass man ganz nah an ihnen vorbei laufen kann.
Als ich im Wasser war, tauchte eine Robbe ein paar Meter vor mir auf. Da hatte ich zuerst mehr Angst, als die Robbe. Die war aber wohl nur neugierig. Ich auch. Als ich dann näher kam tauchte sie einfach weg und verschwand. Am Nachmittag sind wir dann auch verschwunden. Aus Helgoland! Wir sind wieder mit der „Wappen von Hamburg“ zurück nach Cuxhaven, um dann gleich weiter zur IDJüM nach Kiel zu fahren.
Tobias Graf, GER 10212, "Joy"
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